Stadt der Liebe (2)

Wie Richard Wagner sich angenehm wegen einer Totengräbertochter aufregte

Richard Wagner im Jahr 1871, 64 Jahre alt. Quelle: Wikipedia

1833 verdient Richard Wagner sein Geld als Chordirektor am Würzburger Theater. 20 Jahre alt, erlebt er seine erste Liebschaft. Therese Ringelmann heißt sie, Totengräbers Tochter ist sie, die Wagners Fantasie, so berichtet er später, „in angenehme Aufregung versetzt“ - allerdings nicht lange: „Das Verhältnis löste bald sich spurlos.“

 

Auf den Geschmack gekommen, wendet er sich Friederike Galvani zu, der Tochter eines Mechanikers. „Sehr klein von Figur“ sei sie, erzählt er, „aber mit großen schwarzen Augen und zärtlichem Naturell hatte sie bereits einen braven Musiker mit dauernder Liebe an sich gefesselt.“

 

Wagner, noch kaum erfahren in Liebeshändeln, ist doch schon ein Filou. Während einer ländlichen Hochzeit macht er sich an Friederike heran, „mit welcher ich einige Male toll durch die Reigen der Bauern tanzte, bis die Gelegenheit es fügte, dass die allgemeine Erhitzung alle persönlichen Rücksichten auch für uns löste, und wir, während der offizielle Liebhaber zum Tanz aufspielte, uns unwillkürlich herzten und küssten“. Er hat kein Mitleid übrig für den Bräutigam. Dass der Unglückliche sich traurig in sein Los fügt, beschert Wagner, gesteht er, zum ersten Mal in seinem Leben „ein schmeichelhaftes Selbstgefühl.“

 

schreibdasauf.info

 

LIteraturtipp:

 

Bauer, Oswald Georg: Richard Wagner in Würzburg. Michael Imhof Verlag, Petersberg, 2004.

 

In Würzburg schreibt Richard Wagner seine erste Oper, "Die Feen".

 

Der Würzburger Richard-Wagner-Verband reklamiert für sich, mit über 2000 Mitgliedern der "weltweit größte seiner Art" zu sein.

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